Erkrankung im Schuldienst, wenn sie länger als 4 Wochen dauert! Was ist zu tun?

Eine Erläuterung zur Abgrenzung zwischen BEM (Betriebliches Eingliederungsmanagement) und Verfahren bei längerfristigen Erkrankungen.

Krankheit bringt immer Sorge und Unsicherheit mit sich. Mit welchen Maßnahmen und Vorgehensweisen ist bei längerfristiger Erkrankung zu rechnen? Da ist es von Vorteil, wenn die betreffende Lehrkraft gut informiert ist und die Genesung im Vordergrund stehen kann!

Bei mehr als 30 Arbeitstagen Arbeitsunfähigkeit innerhalb einer Zeitspanne eines Jahres ist die Schulleitung verpflichtet, der betroffenen Lehrperson ein BEM in schriftlicher Form anzubieten. Dabei ist es unerheblich, ob die Arbeitsunfähigkeit ununterbrochen oder wiederholt erfolgte. Im Rahmen von BEM ist eine Dienst- oder Arbeitsunfähigkeit möglichst zu überwinden und die Rückkehr an den Arbeitsplatz zu erleichtern und dauerhaft zu sichern. BEM dient aber auch nach § 167 Abs 2 SGB IX  der Gesundheitsprävention am Arbeitsplatz.
Das Angebot des BEM kann angenommen oder aber auch von der Lehrperson abgelehnt werden. Nachteile bei Ablehnung entstehen grundsätzlich nicht.
In den Gesprächen, die vertraulich sind und federführend entweder von der Schulleitung oder dem Institut für Lehrergesundheit (IfL) gestaltet werden, sollten auch Gegebenheiten und Umstände im alltäglichen beruflichen Alltag zur Sprache kommen, die Arbeitsunfähigkeit ausgelöst und/oder verstärkt haben. Ausgehend von einer gründlichen Analyse, zu der die betroffene Lehrkraft maßgeblich beiträgt, sollen Maßnahmen, Hilfestellungen und Leistungen verabredet und festgelegt werden die zielführend sind. Unterstützend können der ÖPR oder auch externe Institutionen wie z.Bsp. das Integrationsamt, die Krankenversicherung oder die Unfallkasse hinzugezogen werden.
Die vereinbarten Festlegungen sind dann durchzuführen und zu evaluieren. Der ÖPR ist über das Angebot des BEM durch die Schulleitung in Kenntnis zu setzen. Siehe hierzu die Handreichung zum BEM.

Beeinträchtigt eine Erkrankung den Einsatz der Lehrkraft derart, dass eine vorübergehend verminderte Dienstfähigkeit resultiert, kann nach § 11 der Lehrkräfte-Arbeitszeitverordnung (LehrArbZVO) eine Reduzierung des Regelstundenmaßes für ein halbes, längstens jedoch für ein Jahr insgesamt auf Antrag gewährt werden. Dabei ist von Relevanz, dass eine volle Dienstfähigkeit in absehbarer Zeit als wahrscheinlich angenommen wird. Über die Reduktion des Regelstundenmaßes entscheidet die Schulbehörde (Referat 31 Personalverwaltung und Schulrecht) nach Sichtung des Wiedereingliederungsplans eines privaten Arztes oder des Instituts für Lehrergesundheit (IfL). Dem Wiedereingliederungsplan ist dabei ein schriftlicher Antrag auf Wiedereingliederung beizufügen. Bei verbeamteten Lehrkräften ist hierbei eine amtsärztliche Untersuchung obligat. Für beschäftigte Lehrkräfte gelten andere Bedingungen. § 44 SGB IX und  § 74 SGB V sind hier die Grundlage für die Wiedereingliederung.

Leider kann aus einer Erkrankung auch eine Dienstunfähigkeit oder eine begrenzte Dienstfähigkeit resultieren (§§ 26 und 27 Beamtenstatusgesetz BeamtStG).
§ 44 Landesbeamtengesetz (LBG) regelt hierbei das diesbezügliche Verfahren und Vorgehen. Ein Verdacht auf Dienstunfähigkeit kann beispielsweise aufkommen, wenn  innerhalb eines Zeitraums von sechs Monaten mehr als drei Monate krankheitsbedingte Abwesenheit vorlag.

Die in § 47 Landesbeamtengesetz (bzgl.§ 29 BeamtStG) geregelte ärztliche Untersuchung wird hierbei auf Veranlassung der ADD durch die Zentrale Medizinische Untersuchungsstelle (ZMU) des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung vorgenommen. Die Untersuchung soll der Feststellung der Dienstfähigkeit dienen. Wenn zu erwarten ist, dass die Dienstfähigkeit innerhalb von 6 Monaten  nicht wieder voll hergestellt ist, ist von einer dauerhaften Dienstunfähigkeit auszugehen. Der/die Beamte/Beamtin wird zu Beginn der Untersuchung auf deren Zweck und Übermittlungsbefugnis an die Behörde hingewiesen. Die erkrankte Lehrperson erhält eine Kopie der erteilten Auskünfte sowie auf Verlangen eine Kopie des ärztlichen Gutachtens.
In Einzelfällen, z.B. bei einer schwerwiegenden akuten Erkrankung oder einer Rehabilitationsmaßnahme, kann die ADD von einem Untersuchungsauftrag absehen, auch wenn die Voraussetzungen für eine ZMU vorliegen.

 


 

Einstellungen in die Lehramtsausbildung zum 01.05.2022

1.     Übernahme in den Vorbereitungsdienst

Die Zulassung zum Vorbereitungsdienst zum 01.05.2022 erfolgte auf Grundlage der Lehramtsanwärter-Zulassungsverordnung, die eine Ausbildungsplatzhöchstzahl für den Vorbereitungsdienst für das Lehramt an berufsbildenden Schulen von 135 vorsieht.
Für die Einstellungen in den Vorbereitungsdienst zum 01.05.2022 lagen insgesamt 68 Bewerbungen vor, von denen 52 die Zulassungsvoraussetzungen erfüllten. Die Bewerberzahlen sowie der Einstellungsumfang zum 01.05.2022 bewegen sich im Vergleich zu den vorangegangenen Einstellungsterminen auf einem „historisch“ niedrigen Niveau. Sowohl bei den Bewerberinnen/Bewerbern mit dem 1. Staatsexamen mit Lehramt BBS wie auch mit Lehramt Gymnasium/Sekundarbereich 2 sind die Bewerber- und Einstellungszahlen im Vergleich zu den Vorjahren stark eingebrochen. Auch bei den Einstellungen im Quereinstieg ist im Vergleich zu den Vorjahren eine rückläufige Entwicklung zu beobachten. Es ist zu vermuten, dass sich der Abschluss des 1. Staatsexamens bei einer Vielzahl von potentiellen Bewerberinnen/Bewerbern zeitlich verschoben hat.
Von den 52 zugelassenen Bewerberinnen und Bewerbern nahmen 11 (zwei Bewerber/-innen mit Lehramtsausbildung BBS, vier Bewerber/-innen mit Lehramtsausbildung Gymnasium und fünf Quereinsteiger/-innen) die ihnen angebotenen Ausbildungsstellen aus unterschiedlichen Gründen nicht an, so dass zum 01.05.2022 insgesamt 41 Referendarinnen/Referendare sowie Quereinsteiger/-innen in den Vorbereitungs-dienst für das Lehramt an berufsbildenden Schulen eingestellt wurden, hiervon 18 mit einer Lehramtsausbildung für berufsbildende Schulen und 14 mit der Ersten Staats-prüfung für Gymnasien bzw. für den Sekundarbereich 2 sowie 9 Quereinsteiger/-innen, also Bewerber/-innen, die keine lehramtsbezogene Hochschulprüfung oder Erste Staatsprüfung für ein Lehramt abgelegt haben.
Aufgrund der geringen Bewerberzahlen wurden für den Einstellungstermin 01.05.2022 keine Fachhöchstzahlen festgelegt.
Die nachfolgende Übersicht gibt einen Überblick über die Entwicklung der Bewerbungs- und Einstellungssituation in den Vorbereitungsdienst seit dem Jahr 2018:

Einstellungstermine Chronologisch

Bedarfsfächer Quereinstieg

Die Zuweisung der Referendarinnen/Referendare sowie der Quereinsteiger/-innen auf die Schulaufsichtsbezirke weist die nachfolgende Tabelle aus:

Zuweisung Anwärter

Nachfolgende Übersicht stellt die Fächerkombinationen und deren Häufigkeit dar:

Fächerkombinationen

Für den Zulassungstermin 01. November 2022 finden für den Quereinstieg ausschließlich nachfolgende Fachrichtungen Berücksichtigung:

Bedarfsfächer Quereinstieg

2.     Einstellungen im Rahmen des Seiteneinstiegs zum 01.05.2022

Im Rahmen des Seiteneinstiegs wurden zum 01.05.2022 in den Schulaufsichtsbezirken Rheinhessen-Pfalz und Koblenz insgesamt eine Bewerberin und ein Bewerber in die pädagogische Zusatzausbildung übernommen:

Einstellungen Seiteneinstieg

Für Einstellungen im Wege des Seiteneinstiegs zum 01.11.2022 sind nachfolgende Bedarfsfächer ausgeschrieben:

Seiteneinstieg Bedarfsfächer

3.    Fachlehrer/-innen und Lehrkräfte für Fachpraxis – Zulassung zur pädagogischen Ausbildung zum 01.05.2022

  • Zulassung zur pädagogischen Ausbildung als Fachlehrer/-in
    In den Schulaufsichtsbezirken Rheinhessen-Pfalz, Koblenz und Trier wurden zum 01.05.2022 insgesamt sechs Bewerber/-innen zur pädagogischen Ausbildung als Fachlehrer/-in zugelassen:

Zulassung Päd. Ausbildung Fachlehrer -in

  • Zulassung zur pädagogischen Ausbildung als Lehrer/-in für Fachpraxis
    In den Schulaufsichtsbezirken Rheinhessen-Pfalz und Trier wurden zum 01.05.2022 insgesamt 4 Bewerber/-innen zur pädagogischen Ausbildung als Lehrer/-in für Fachpraxis zugelassen:

Zulassung Päd. Ausbildung Fachpraxislehrer -in

 

Bürozeiten des Bezirkspersonalrats

Montag 09:00 - 15:00 Uhr

Dienstag 09:00 - 15:00 Uhr

Donnerstag 09:00 - 15:00 Uhr

Freitag 09:00 - 13:00 Uhr

Tel: 0651 9494-439
Fax: 0651 9494-422

Mail: BPR.BBS@add.rlp.de